Archiv für den Autor: hollandletz

Normen für Zangen

DIN-Normen für greifende und/oder schneidende Zangen  werden im zuständigen DIN-Arbeitsausschuss NA 121-05-11 AA “Zangen”  erarbeitet und regelmäßig weiterentwickelt. Es handelt sich in der Regel um Normen, die auf weltweit gültigen ISO-Normen beruhen oder diesen entsprechen. Eine wichtige Aufgabe dieses DIN-Ausschusses ist daher die Mitarbeit im zuständigen ISO-Ausschuss.

Die aktuellen Normen in diesem Bereich finden Sie hier.

Sicherheitshinweis: KRAFTIXX Baustellen-Strahler, Art.-Nr. 948790, EAN 4009319487904

Wichtiger Sicherheitshinweis der Firma KWB (Oktober 2015):

“Sehr geehrte Kunden,

bei dem Produkt KRAFTIXX Baustellen-Strahler, Art.-Nr. 948790, EAN 4009319487904,

(Auslieferzeitraum September 2014 bis Juni 2015) wurde ein technischer Qualitätsmangel festgestellt:

Die Feststellschraube am Schutzkontakt könnte sich durch Bewegung oder Vibration lösen.

Was ist zu tun?

1. Bitte prüfen Sie, ob Sie im Besitz des oben genannten Produktes sind.

2. Bitte bringen Sie das betroffene Produkt zum Markt zurück.

3. Für das betroffene Produkt wird Ihnen der Kaufpreis erstattet.

Wir bedauern die Ihnen entstehenden Unannehmlichkeiten.

Bitte nehmen Sie im Falle von Fragen auch gerne Kontakt unter der folgenden Telefonnummer auf:

0421 / 8994-170

kwb Germany GmbH

Hauptstrasse 132

28816 Stuhr / Germany

Email: welcome@kraftixx.com”

Quelle: http://www.kraftixx.com/kundeninformationen/verbraucherinformationen.html

Deutsche Umwelthilfe warnt vor gesundheitsschädlichen Motorsägen in OBI und toom Baumärkten

Pressemitteilung der Deutschen Umwelthilfe e. V. vom 21. Oktober 2014:

Baumärkte OBI und toom verkaufen weiterhin Motorsägen mit zu hohen Abgasemissionen und gefährden damit Umwelt und Verbraucher – DUH fordert die zuständigen Landesbehörden auf, mit Ordnungsverfahren dagegen vorzugehen – Umweltministerium Baden-Württemberg kommt zu ähnlichen Messergebnissen wie die DUH, bleibt aber über viele Monate untätig

Berlin, 21. Oktober 2014: Herbstzeit ist Gartenzeit – Aber halten die in Baumärkten wieder verstärkt angebotenen Motorsägen und Motorsensen auch die gesetzlichen Vorschriften bezüglich der giftigen Abgasemissionen ein? Aktuelle Marktkontrollen der Deutschen Umwelthilfe e.V. (DUH) zeigen, dass gesundheitsgefährdende benzingetriebene Motorsägen in OBI und toom Baumärkten weiterhin verkauft werden – und dies obwohl die DUH bereits im Frühjahr alle betroffenen Baumarktketten über die zum Teil erheblichen Überschreitungen der gesetzlichen Grenzwerte informiert hat. Die Baumärkte wurden damals aufgefordert, den Verkauf der auffälligen Geräte zum Schutz von Umwelt und Verbraucher zu stoppen.

Acht Monate später verkaufen die Baumärkte toom und OBI weiterhin Motorsägen mit zu hohen Abgasemissionen. Darunter befinden sich auch Produkte von Herstellern, die sich bereits dazu verpflichtet hatten, keine gesundheitsgefährdenden Maschinen mehr in den Verkehr zu bringen. „Das ist ein klarer Fall von Verbrauchertäuschung. Zahlreiche Baumarktketten behaupten in ihrer Werbung, nur das Beste für ihre Kunden zu wollen und verabschieden sich für den schnellen Euro wieder von dieser Wertvorstellung. Die Baumarktketten OBI und toom müssen sicherstellen, dass der Gebrauch ihrer Produkte weder die Umwelt gefährdet noch für den Verbraucher gesundheitsgefährdend ist. Deshalb fordern wir den sofortigen Verkaufsstopp aller Geräte mit rechtswidrig hohen, giftigen Abgasen“, so Jürgen Resch, Bundesgeschäftsführer der DUH.

Im Jahr 2013 hatte die DUH den TÜV NORD mit der Schadstoffanalyse von Motorsägen und -sensen beauftragt und die Ergebnisse im Februar 2014 veröffentlicht. Geräte der Hersteller beziehungsweise Importeure Matrix, Euromate, ISC, Fuxtec, Güde, Ikra und Al-Ko überschritten die geltenden Grenzwerte für Kohlenmonoxid, Kohlenwasserstoffe und Stickoxide zum Teil deutlich. Weil diese Stoffe gesundheitsgefährdend und umweltschädlich sind, gilt für sie seit Jahren ein EU-weiter Grenzwert. Diesen überschritten acht von insgesamt zwölf geprüften Maschinen.

Die DUH wandte sich direkt an die Hersteller und forderte sie auf, die schädlichen Maschinen unverzüglich vom Markt zu nehmen. Dazu haben sich seitdem vier Unternehmen rechtlich verbindlich gegenüber der DUH verpflichtet. Im Gegensatz zu den Herstellern, die rechtlich eine Pflicht zur Einhaltung der Grenzwerte trifft, hat die DUH als Verbraucherschutzverband gegenüber den Baumärkten keine juristische Handhabe.

„Die für die Einhaltung der Emissionsvorschriften verantwortlichen Behörden haben bislang nur mangelndes Interesse an der Durchsetzung dieser Vorschrift gezeigt. Verbraucherschutz sieht anders aus. Deshalb müssen die Behörden endlich ihre Aufgaben konsequent wahrnehmen“, so Agnes Sauter, Leiterin Verbraucherschutz bei der DUH. Eine Anfrage im  Vorjahr bei allen Bundesländern ergab, dass zwar Baden-Württemberg im Herbst 2013 Emissionsmessungen bei handgeführten Maschinen durchgeführt hat. Obwohl das Land aber ähnliche Überschreitungen der gesetzlichen Grenzwerte festgestellt hat, leitete es bis heute kein einziges Ordnungswidrigkeitsverfahren ein.

Die DUH kündigte deshalb an, sich bei den Behörden zu erkundigen, mit welchen Maßnahmen sie die Einhaltung der Schadstoffgrenzwerte sicherstellen wollen. Außerdem wird sie aufgrund der alarmierenden Messergebnisse aus dem letzten Jahr weitere Schadstoffmessungen in Auftrag geben. Eine Übersicht aller im letzten Jahr gemessenen Motorsägen und -sensen finden Sie unter http://www.duh.de/4628.html.

Folgende Geräte überschritten in dem von der DUH beauftragten TÜV-Test die gesetzlichen Schadstoff-Grenzwerte und werden immer noch in nachfolgenden Baumärkten zum Verkauf angeboten:

Motorkettensäge CMI C/B-KS 37/35-2, Hubraum: 37,2 cm³, Motor: 1,3 kW,
Genehmigungsnummer: e11*97/68SA*2011/88*1767*01, Importeur: Euromate GmbH, gefunden bei OBI (Filiale in Biberach)

Motorkettensäge Einhell BG-PC 1235, Hubraum: 37,2 cm³, Motor: 1,2 kW,
Genehmigungsnummer: e11*97/68SA*2010/26*0747*04, Importeur: ISC GmbH, gefunden bei toom Baumarkt (Filialen in Tuttlingen und Ehingen)

Motorkettensäge Lux Tools B-KS 40, 1/40, Hubraum: 40,1 cm³, Motor: 1,5 kW,
Genehmigungsnummer: e11*97/68SA*2010/26*0747*04, Importeur: Euromate GmbH, gefunden bei OBI (Filialen in Emmendingen und Biberach)”

Quelle: http://www.duh.de/pressemitteilung.html?&no_cache=1&tx_ttnews%5Btt_news%5D=3402&cHash=98a89c0d7af4152e22f9568426cc77c7

„Made in Germany“ bleibt das einzige Erkennungsmerkmal für Qualitätswerkzeug aus deutscher Fertigung

Der Fachverband Werkzeugindustrie warnt (FWI) vor Verbrauchertäuschung durch Pflichtangaben auf Werkzeugen. Verbraucher sollten weiterhin auf „made in Germany“ achten.

Aufmerksame Werkzeugkäufer und -anwender haben es sicher bemerkt: Immer mehr Werkzeuge oder deren Verpackungen werden mit der Adresse ihres Herstellers bzw. Vertreibers gekennzeichnet. Hintergrund ist eine entsprechende Anforderung im Produktsicherheitsgesetz. Oft findet sich dabei hinter der Adresse der Zusatz „Deutschland“ oder „Germany“. Dies bedeutet jedoch nicht unbedingt, dass das Werkzeug auch in Deutschland hergestellt wurde. Es kann sich auch um die Adresse eines Importeurs oder Großhändlers handeln. Wenn dieser importiertes Werkzeug unter seinem eigenen Namen verkauft, übernimmt er laut Gesetz alle Pflichten eines Herstellers und kennzeichnet das Werkzeug daher auch mit seiner Adresse.

„Nur ein zusätzlicher Aufdruck „made in Germany“ auf dem Werkzeug gibt dem Verbraucher weiterhin die Sicherheit, dass dieses aus deutscher Fertigung stammt. Diese Kennzeichnung darf nach wie vor nur dann verwendet werden, wenn alle für die Qualität entscheidenden Arbeitsgänge in Deutschland erfolgt sind“, erläutert FWI-Geschäftsführer Rainer Langelüddecke.

Zusätzliche Sicherheit bietet das als Marke geschützte Zeichen „Deutsches Werkzeug — made in Germany“, das nur in Verbindung mit einer deutschen Herstellermarke benutzt werden darf. Die korrekte Verwendung dieses Zeichens wird vom Fachverband Werkzeugindustrie auf Grundlage einer Zeichensatzung überwacht. Weitere Informationen hierzu finden sich unter www.deutscheswerkzeug.de.

Listen über GS- und Prüfzeichenmissbrauch

Die Vergabestellen für das GS-Zeichen sind gesetzlich verpflichtet, Fälle des Prüfzeichenmissbrauchs (Produkte, die zu Unrecht mit einem GS-Zeichen ausgelobt werden) zu veröffentlichen.

Nachfolgend einige Links auf solche Listen:

 

 

Das BHB-RAPEX-Reporting: Für sichere Produkte im Baumarkt

Der Handelsverband Heimwerken, Bauen und Garten e.V. (BHB) setzt sich im Sinne des Verbraucherschutzes und einer verantwortungsbewussten Unternehmensführung für sichere Produkte im Baumarkt ein. Mit dem regelmäßigen BHB-RAPEX-Reporting lenkt der Branchenverband den Fokus von Handel und Baumarktkunden auf DIY-Produkte, die durch Behörden oder Hersteller selbst zurückgerufen wurden bzw. deren freiwillige Rücknahme empfohlen wird. „Rapid Exchange of Information System (RAPEX)” ist das Schnellwarnsystem der Europäischen Kommission, mit dem die Generaldirektion Gesundheit und Verbraucher regelmäßig europaweite Warnungen zu gefährlichen Produkten veröffentlicht.

Hier der Link zu diesem Angebot:

http://www.bhb.org/themen-neu/umwelt-csr.html#2

 

Gravierende sicherheitsrelevante Mängel bei Billig-Kettensägen

Zu der vom des Industrieverband Garten (IVG) e.V. durchgeführten Untersuchung ausgewählt wurden jeweils die günstigsten Maschinen im Angebot von 10 unterschiedlichen Anbietern, die am 15. Februar 2014 im deutschen Markt (Offline/Online) beschafft werden konnten. Die Preise der Sägen lagen dabei zwischen 69,99 Euro und 129,99 Euro. Das Ergebnis zeigte, dass 6 von 10 Geräten nicht CE-konform waren. Zwei wiesen nach dem Test sogar Brüche an Bauteilen auf.

„Mit unserer Überprüfung möchten wir ein Signal an die Marktüberwachung geben, um stärker als bisher Billiggeräte hinsichtlich ihrer Sicherheit für den Verbraucher zu überprüfen“, so Johannes Welsch, Geschäftsführer des IVG, dem nahezu alle namhaften Markenhersteller im Bereich Gartengeräte angehören.

Die Deutsche Prüf- und Zertifizierungsstelle für Land- und Forsttechnik GbR (DPLF) wurde vom Industrieverband Garten (IVG) e.V. damit beauftragt, die zehn Motor-Kettensägen aus dem Preiseinstiegssegment zu prüfen und dabei die CE-Konformität und die allgemeine Qualität der Produkte zu bewerten. Geprüft wurde auf Grundlage der DIN EN ISO 11681-1: 2011.
Die Auswahl der geprüften Modelle erfolgte allein über die Preispositionierung.
Für 2015 plant der Industrieverband Garten gemeinsam mit anderen Verbänden eine breiter angelegte Untersuchung, um die Marktsituation zu sondieren und in der Folge den Endverbraucher vor nicht CE-konformen Produkten zu schützen.

Quelle: http://www.ivg.org/ivg_de/ivg_aktuelle_news/ivg_pressemeldungen/ivg_pm_20140616.html

Gemeinsames Positionspapier von Fachverband Werkzeugindustrie e. V., Industrieverband Schneid- und Haushaltswaren e. V. und Verband Deutscher Schleifmittelwerke e. V. zur LASI-Leitlinie 46

Die LASI-Leitlinie 46 ist ein gemeinsames Papier der Marktaufsichtsbehörden der Bundesländer und gibt eine einheitliche Auslegungshilfe zum Produktsicherheitsgesetz.

Im Zuge seiner Überarbeitung hatten die mittelstandsorientierten Verbände Fachverband Werkzeugindustrie e. V., Industrieverband Schneid- und Haushaltswaren e. V. und Verband Deutscher Schleifmittelwerke e. V. ein gemeinsames Positionspapier erstellt, das in der Leitlinie nur teilweise berücksichtigt wurde.

 

FWI-Positionspapier zum Vorschlag der EU-Kommission einer Verordnung über die Sicherheit von Verbraucherprodukten

Im Februar 2013 stellte die EU-Kommission einen “Vorschlag für eine VERORDNUNG DES EUROPÄISCHEN PARLAMENTS UND DES RATES über die Sicherheit von Verbraucherprodukten und zur Aufhebung der Richtlinie 87/357/EWG des Rates und der Richtlinie 2001/95/EG” vor.

Der FWI hat hierzu ein Positionspapier erstellt.

Besonders kritisch ist die im EU-Vorschlag enthaltene Verpflichtung zu einer Kennzeichnung aller Verbraucherprodukte, darunter auch Werkzeuge, mit einer Herkunftsbezeichnung (“made in …”) zu sehen, die nicht mit sicherheitstechnischen Argumenten zur rechtfertigen ist.. Abgesehen vom erhöhten bürokratischen und technischen Aufwand für die Unternehmen, stehen die vorgeschlagenen Kriterien für die Ermittlung des Ursprungslandes im Gegensatz zu den derzeit eingeführten Kriterien für die bewährte freiwillige “made in…”-Kennzeichnung, wonach die qualitätsbegründenden Arbeitsgänge im jeweiligen Land ausgeführt worden sein müssen.

Werkzeuge und Werkzeugstiele nicht von Holzhandelsverordnung 995/2010 betroffen

Die “Verordnung (EU) Nr. 995/2010 des Europäischen Parlaments und des Rates vom 20. Oktober 2010 über die Verpflichtungen von Marktteilnehmern, die Holz und Holzerzeugnisse in Verkehr bringen” gilt nur für die Waren” gilt nur für Waren, deren Zolltarifnummern im Anhang der Verordnung genannt sind.

Hammerstiele und sonstige Werkzeugstiele sind unter der dort nicht genannten Zolltarifnummer 4417 (Werkzeuge, Werkzeugfassungen, Werkzeuggriffe und Werkzeugstiele, Fassungen, Stiele und Griffe für Besen, Bürsten und Pinsel, aus Holz; Schuhformen, Schuhleisten und Schuhspanner, aus Holz) eingeordnet und daher nicht betroffen.

Dies gilt auch für fertige Werkzeuge aus Holz (Zolltarifnummer 82xx).