Kategorie-Archiv: Auswahl von sicheren Werkzeugen

Auswahl von sicheren Werkzeugen – allgemeines

  • Kaufen Sie keine No-Name-Werkzeuge! Verantwortungsbewußte Qualitätshersteller kennzeichnen ihre Werkzeuge mit ihrem Markennamen oder Zeichen.
  • Billig-Werkzeuge aus Wühlkisten sind meist von absolut mangelhafter Qualität und daher nicht einmal ihren Billig-Preis wert. Bedenken Sie Ihren zusätzlichen Aufwand, wenn ein Werkzeug schon nach kurzem Einsatz kaputt geht und ein neues beschafft werden muß.
  • Passiert dies am Wochenende, der bevorzugten „Heimwerker-Zeit“, kann sich der Abschluß begonnener Arbeiten um mehrere Tage verzögern, mit eventuellen unangenehmen Begleitumständen.
  • Besser ist es, von vornherein etwas mehr in Werkzeug zu investieren, welches auf Anhieb funktioniert und jahrelang eingesetzt werden kann.
  • Sollten Sie dennoch einmal schlechte Erfahrungen machen, reklamieren Sie das Werkzeug beim Händler oder im Baumarkt. So tragen Sie dazu bei, die Qualität des Angebots zu steigern.

„Made in Germany“ bleibt das einzige Erkennungsmerkmal für Qualitätswerkzeug aus deutscher Fertigung

Der Fachverband Werkzeugindustrie warnt (FWI) vor Verbrauchertäuschung durch Pflichtangaben auf Werkzeugen. Verbraucher sollten weiterhin auf „made in Germany“ achten.

Aufmerksame Werkzeugkäufer und -anwender haben es sicher bemerkt: Immer mehr Werkzeuge oder deren Verpackungen werden mit der Adresse ihres Herstellers bzw. Vertreibers gekennzeichnet. Hintergrund ist eine entsprechende Anforderung im Produktsicherheitsgesetz. Oft findet sich dabei hinter der Adresse der Zusatz „Deutschland“ oder „Germany“. Dies bedeutet jedoch nicht unbedingt, dass das Werkzeug auch in Deutschland hergestellt wurde. Es kann sich auch um die Adresse eines Importeurs oder Großhändlers handeln. Wenn dieser importiertes Werkzeug unter seinem eigenen Namen verkauft, übernimmt er laut Gesetz alle Pflichten eines Herstellers und kennzeichnet das Werkzeug daher auch mit seiner Adresse.

„Nur ein zusätzlicher Aufdruck „made in Germany“ auf dem Werkzeug gibt dem Verbraucher weiterhin die Sicherheit, dass dieses aus deutscher Fertigung stammt. Diese Kennzeichnung darf nach wie vor nur dann verwendet werden, wenn alle für die Qualität entscheidenden Arbeitsgänge in Deutschland erfolgt sind“, erläutert FWI-Geschäftsführer Rainer Langelüddecke.

Zusätzliche Sicherheit bietet das als Marke geschützte Zeichen „Deutsches Werkzeug — made in Germany“, das nur in Verbindung mit einer deutschen Herstellermarke benutzt werden darf. Die korrekte Verwendung dieses Zeichens wird vom Fachverband Werkzeugindustrie auf Grundlage einer Zeichensatzung überwacht. Weitere Informationen hierzu finden sich unter www.deutscheswerkzeug.de.

Auswahl von Meßzeugen – Taschenbandmaße

  • Achten Sie auf eine Maßskala mit widerstandsfähiger Beschichtung, die Schutz vor Abrieb und Verschmutzung bietet.
  • Die Bandbremse hält das ausgezogene Band dauerhaft fest, ohne die Oberfläche zu beschädigen.
  • Der Anfangshaken sollte mit rutschfesten „Spikes“ beschichtet sein (eine rutschfeste Spezialbeschichtung mit Saphir-Körnern). Hierdurch wird ein absolut sicherer Halt am Objekt und eine problemlose 1-Mann-Arbeit auch bei großen Längen erreicht.

Auswahl von Meßzeugen – Holzgliedermaßstäbe („Zollstöcke“)

  • Die Glieder eines Holzgliedermaßstabes müssen gleichzeitig bruchfest und elastisch sein.
  • Alle Holzlättchen müssen von gleicher Qualität sein. Die widerstandsfähige Beschichtung, sollte mit umweltfreundlichen Lacken erfolgen.
  • Bei den Gelenken ist darauf zu achten, dass sie fest und leichtgängig zugleich sind.
  • Korrosionsbeständigkeit, exaktes Einrasten, dauerhafte Federung und starker Halt der Gelenke im Holz sind weitere Qualitätsmerkmale.
  • Die Skala muss auch unter schlechten Lichtverhältnissen gut ablesbar sein und bedarfsgerecht skaliert sein.
  • Der Maßstab muss über eine EG-Bauartzulassung mit Angabe der Genauigkeitsklasse verfügen.

Auswahl von Meßzeugen – Wasserwaagen

  • Achten Sie auf eine 100%ig feste Verbindung des Profils mit der Libelle. Absolut plane Messflächen, verzugsfreie und verwindungssteife Wasserwaagenkörper mit einem ausgewogenen Verhältnis zwischen Gewicht und Festigkeit und einer widerstandsfähigen, pulverbeschichteten Oberfläche.
  • Die Endkappen sollten aus schlagfestem Kunststoff sein und können über integrierte Zusatzfunktionen z. B. Rutschstopper verfügen.
  • Ein großes Augenmerk ist auch auf die Libelle zu richten. Sie sollte bruchsicher und mit festsitzenden, innen angebrachten Markierungsringen ausgestattet sein, eine verzerrungsfreie klare Abbildung der Libellenblase gewährleisten und eine UV-beständige farbstabile Flüssigkeit besitzen. Wichtig ist ein spannungsfreier, unverrückbarer Sitz im Profil.
  • Die Wasserwaage sollte mit einer Genauigkeitsangabe bedruckt sein.

Auswahl von sicheren Werkzeugen – Zangen

  • Achten Sie auf Griffe, die gut in der Hand liegen. Noppenprofile wirken schon nach kurzem Gebrauch unangenehm auf die Handflächen.
  • Die Griffe müssen stabil befestigt sein und sollten keinen unangenehmen Geruch abgeben (Gefahr von gefährlichen Weichmachern / PAK).
  • Die Schneiden müssen scharf angeschliffen sein.
  • Im geschlossenen Zustand der Zange müssen sich die Schneiden auf ihrer gesamten Länge spaltfrei berühren. Die vorderen Greifflächen sind dann noch leicht geöffnet.
  • Die Zange muß im Gelenk leichtgängig sein.

Auswahl von sicheren Werkzeugen – Schraubenschlüssel

  • Achten Sie auf Gratfreiheit.
  • Die Mäuler müssen parallele Backen haben.
  • Mäuler und Ringe müssen sauber verarbeitet sein.
  • Die Nickelschicht darf an keiner Stelle bereits abgeplatzt sein.

Auswahl von sicheren Werkzeugen – Schraubendreher und Bits

  • Verwenden Sie immer den Schraubendreher oder Bit, der zur jeweiligen Schraube paßt.
  • Spanplattenschrauben haben am Kopf meist ein Pozidrive (PZ)-Profil (erkennbar an den vier zusätzlichen Kerben im Kreuzschlitz), welches nur mit entsprechenden PZ-Schraubendrehern betätigt werden sollte (erkennbar an den insgesamt acht Flügeln des Kreuzschlitz-Profils bzw. an der Kennzeichnung „PZ“). Sogenannte PH-Schraubendreher sind hierfür nicht geeignet.
  • PH-Schraubendreher sind u .a. für Schrauben an elektrischen Geräten bestimmt.
  • Achten Sie auf einen gratfreien Griff, der gut in der Hand liegt. Griffe mit weichen Einlagen ermöglichen eine gute Drehmomentübertragung und ermüdungsfreies Arbeiten.
  • Die Spitze des Schraubendrehers bzw. Bits muß sauber verarbeitet sein.
  • Dicke Nickel- und Chromschichten an der Spitze stören die notwendigen engen Toleranzen. Die Schraube kann dann nicht gelöst werden oder der Schraubenkopf wird beschädigt.

Auswahl von sicheren Werkzeugen – Hämmer

  • Kaufen Sie keinen Hammer, bei dem der Stiel schon im Verkaufszustand wackelt!
  • Der Stiel muss senkrecht eingestielt sein, möglichst mit einem Ringkeil.
  • Achten Sie auf einen fehlerfreien Stiel mit parallelem Faserverlauf in Längsrichtung.
  • Der Hammer sollte möglichst ein GS-Zeichen tragen.
  • Der Kopf des Hammers muss sauber verarbeitet sein (ohne tiefe Riefen und Oberflächenfehler, Kanten gebrochen).