PAKs in Werkzeugen

Polyzyklische Aromatische Kohlenwasserstoffe (PAKs) können bei Handwerkzeugen vor allem in Kunststoff- oder Gummi-Griffen auftreten. In zu hoher Konzentration dringen sie bei längerem Hautkontakt über die Haut ein und können gesundheitliche Schäden verursachen. So ist die Schadstoff-Belastung des Körpers durch eine mehrstündige Arbeit mit einen PAK-belasteten Handwerkzeug vergleichbar mit der aus dem Rauchen mehrerer hundert Zigaretten.

Die am 7.12.2013 veröffentlichte EU-Verordnung 1272/2013 begrenzt den PAK-Gehalt von Produkten, die u. a. länger oder wiederholt für kurze Zeit mit der menschlichen Haut in Kontakt kommen, auf 1 mg/kg. Ausdrücklich genannt werden „Werkzeuge für den privaten Gebrauch“ als Beispiel für solche Produkte.

Die Verordnung tritt am 27.12.2013 in Kraft mit einer Übergangsfrist von 2 Jahren.

Bitte beachten: Die deutsche Fassung ist zur Zeit noch fehlerhaft und nennt einen Grenzwert von 0,1mg/kg statt 1 mg/kg. Eine Korrektur ist in Vorbereitung. Die korrekte englische Fassung ist veröffentlicht unter:
http://eur-lex.europa.eu/LexUriServ/LexUriServ.do?uri=OJ:L:2013:328:0069:0071:EN:PDF

Die bisherigen PAK-Fälle betrafen Import-Werkzeuge aus asiatischer Produktion. Ein Fall aus Österreich zeigte, dass manche Werkzeuge so hohe PAK-Gehalte haben, dass sich diese auch auf ursprünglich einwandfreie Werkzeuge übertragen, die gemeinsam mit den belasteten gelagert wurden. Auch unter diesem Aspekt sind Werkzeuge von bekannten Herstellermarken die erste Wahl!

Hinterlasse eine Antwort

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind markiert *

Du kannst folgende HTML-Tags benutzen: <a href="" title=""> <abbr title=""> <acronym title=""> <b> <blockquote cite=""> <cite> <code> <del datetime=""> <em> <i> <q cite=""> <strike> <strong>