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Marktüberwachung Hamburg: PAK in Griffen von Handwerkzeugen

Das Referat Produktsicherheit der Behörde für Gesundheit und Verbraucherschutz der Stadt Hamburg hat im Jahr 2012 Werkzeuge mit gummiartigen Griffen überprüft. Dabei sollte festgestellt werden, ob gesundheitsschädliche Konzentrationen von polyzyklischen aromatischen Kohlenwasserstoffen (PAK) im Material der Griffe enthalten sind. Der Schwerpunkt lag dabei auf Werkzeugen mit GS-Zeichen. Von 21 überprüften Werkzeugen mit GS-Zeichen wies ein Werkzeug geringfügig zu hohe PAK-Werte auf. Bei acht überprüften Werkzeugen ohne GS-Zeichen wurden zwei Werkzeuge auffällig, eines davon mit einem extrem hohen PAK-Wert.

Weitere Informationen unter:

http://www.hamburg.de/projekte/3834914/pak-in-griffen-von-handwerkszeugen-2012.html

GS-Zeichen für Werkzeuge

Das GS-Zeichen (“geprüfte Sicherheit”) wird von unabhängigen, akkreditierten Prüfstellen erteilt.

Grundlage ist die Einhaltung der entsprechenden DIN-Normen oder sonstigen Sicherheitsvorschriften. Zusätzlich erfolgt eine regelmäßige Inspektion der Fertigungsstätten durch externe Gutachter im Auftrag der Prüfstelle.

Allerdings bietet das GS-Zeichen keine 100%ige Sicherheit. Gerade bei Werkzeugen, die z. B. für Sonderaktionen von Discountern in großer Menge und in einem sehr kurzen Zeitraum in Billiglohnländern produziert werden, kann die Qualität der ausgelieferten Werkzeuge deutlich schlechter sein als die durch die Prüfstelle geprüften Muster.

Manche namhaften Hersteller verzichten ganz auf das GS-Zeichen für ihre Produkte, da sie die Normanforderungen weit übertreffen und für die Qualiät und Sicherheit ihrer Werkzeuge mit ihrem Markennamen bürgen.

Auswahl von sicheren Werkzeugen – Hämmer

  • Kaufen Sie keinen Hammer, bei dem der Stiel schon im Verkaufszustand wackelt!
  • Der Stiel muss senkrecht eingestielt sein, möglichst mit einem Ringkeil.
  • Achten Sie auf einen fehlerfreien Stiel mit parallelem Faserverlauf in Längsrichtung.
  • Der Hammer sollte möglichst ein GS-Zeichen tragen.
  • Der Kopf des Hammers muss sauber verarbeitet sein (ohne tiefe Riefen und Oberflächenfehler, Kanten gebrochen).

Produksicherheitsgesetz

Das Produktsicherheitsgesetz ist das zentrale Gesetz für den Vertrieb von  Handwerkzeugen in Deutschland. Es gilt jedoch nicht speziell für Handwerkzeuge, sondern für alle Verbraucherprodukte, zu denen auch die meisten Werkzeuge zählen. daher sind die Sicherheitsanforderungen sehr allgemein gehalten und werden für die meisten Werkzeuge durch DIN-, EN- oder ISO-Normen konkretisiert.

Sicherheitsrelevante Merkmale von Werkzeugen sind u. a.:

  • Materialauswahl, z. B. Werkzeugstahl
  • Härte, z. B. bei Schlagwerkzeugen
  • Drehmoment, z. B. bei Schraubenschlüsseln und Schraubendrehern
  • sichere Befestigung von Stielen und Griffen, z. B. bei Hämmern und Zangen.

Weitere Regelungen des Produktsicherheitsgesetzes betreffen u. a.

  • Warnhinweise, z. B. Tragen einer Schutzbrille
  • Kennzeichnung mit dem Namen und der Adresse des Herstellers.

Das deutsche Produktsicherheitsgesetz beruht auf der EU-Produktsicherheitsrichtline 2001/95 EG. Entsprechende Gesetze gibt es auch in anderen EU-Ländern.